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SimRacing Setups & Tipps - NSU TT Restauration & SimRacing – Jens R.

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Hier findest du praxisnahe SimRacing-Setups und Fahrtechnik-Tipps, wie ich sie selbst fahre. Im Fokus stehen Tourenwagen und Klassiker in Simulationen Assetto Corsa. Viele Hinweise orientieren sich an meinem realen NSU TT – die Werte sind bewusst einfach gehalten und sollen dir vor allem ein Gefühl geben, in welche Richtung du dein eigenes Setup drehen kannst.
Lenkradrotation: Für den NSU TT fahre ich nur 450 Grad Lenkwinkel. Mehr Rotation macht das Auto ruhiger, weniger wirkt direkter, kann aber nervös werden.

Force Feedback: Im Treiber stelle ich die Grundkraft eher hoch ein (z. B. 80–100 %) und reduziere sie im Spiel, bis ich in harten Kurven nicht ins Clipping laufe. Lieber etwas weniger Effekte, dafür sauberes Feedback aus der Vorderachse.

Pedale: Die Bremse sollte sich klar von Gas und Kupplung unterscheiden. Wenn du eine Loadcell hast: lieber etwas mehr Kraftaufwand und dafür einen gut reproduzierbaren Druckpunkt wählen. Ohne Loadcell hilft ein härteres Gummielement oder kürzerer Pedalweg.

Sitzposition: Rückenlehne relativ aufrecht, Lenkrad so nah, dass du mit leicht gebeugten Armen fährst. Deine Hände sollten im „9-und-3-Uhr“-Griff nicht überstreckt sein. Pedale so einstellen, dass du vollständig bremsen kannst, ohne das Knie komplett durchzustrecken.
Grundtendenz verstehen: Fragt sich das Auto nach ein paar Runden eher nach außen (Untersteuern) oder dreht es gern ein (Übersteuern)? Passe immer nur einen Bereich an und teste dann erneut.

Federn & Dämpfer: Weicher bedeutet meist mehr Grip, aber auch mehr Wanken. Bei nervösen Hecktrieblern hilft oft ein etwas weicheres Heck und ein minimal straffer Vorderwagen. Dämpfer nur in kleinen Schritten ändern (z. B. 2 Klicks).

Stabilisatoren: Härterer vorderer Stabi nimmt Einlenkfreude, macht das Auto stabiler beim Bremsen. Härterer hinterer Stabi macht das Auto agiler, kann aber beim Anbremsen und Rausbeschleunigen rutschig werden.

Bremsbalance & Bremsdruck: Als Startpunkt sind viele Tourenwagen mit ca. 60 % Bremskraft vorne gut fahrbar. Wenn das Heck beim Anbremsen nervös ist, etwas weiter nach vorne gehen. Den Bremsdruck senke ich gern so weit ab, dass ich auf meiner Pedal-Hardware kräftig, aber nicht maximal treten muss (z. B. 90–95 % statt 100 %).

Getriebe: Ziel ist, auf den Geraden kurz vor dem Begrenzer zu sein. Für kürzere Strecken kann die Übersetzung insgesamt etwas kürzer gewählt werden. In Klassikern wie dem NSU TT lohnt es sich, den 2. und 3. Gang so zu legen, dass du im wichtigsten Kurventeilstück gut im Drehmomentband bist.
Der echte NSU TT ist ein kompakter Heckmotor-Klassiker mit kurzem Radstand – im Simulator verhalten sich ähnliche Autos oft recht lebhaft am Limit.

Typische Eigenschaften: Beim starken Anbremsen kann das Heck leicht werden, beim frühen Gasgeben schiebt der Motor „von hinten“. Das Auto liebt saubere, runde Linien und bestraft hektische Lenkbewegungen.

Setuprichtung: Ich bevorzuge eine eher stabile Vorderachse mit etwas mehr Bremskraft vorne und ein Heck, das nicht zu hart abgestützt ist. Ein Tick mehr Nachlauf und etwas weniger negativer Sturz hinten kann das Auto berechenbarer machen.

Ähnliche Fahrzeuge in Sims: In vielen Simulationen findest du vergleichbare Fahrzeuge in den „Historic Touring Cars“ oder kleineren Cup-Klassen. Wenn du dort ein Setup findest, das sich gut anfühlt, kannst du die Grundtendenzen oft auf andere Klassiker übertragen (z. B. leicht vorderlastige Bremsbalance, nicht zu aggressive Differentialsperre, eher weiche Hinterachse).
Bremsen: Wenn du neu im SimRacing bist, bremse anfangs konsequent in der Gerade, bevor du einlenkst. Später kannst du mit leichtem „Trailbraking“ experimentieren, also die Bremse beim Einlenken sanft lösen, statt sie abrupt loszulassen.

Lenken: Versuche, das Auto mit möglichst wenigen und ruhigen Lenkbewegungen zu fahren. Gerade bei Hecktrieblern und Klassikern hilft es, das Lenkrad nicht ständig zu korrigieren, sondern lieber früh eine klare Linie zu wählen.

Gas geben: Öffne das Gas erst dann voll, wenn das Auto weitgehend gerade steht. Wenn das Heck beim Rausbeschleunigen kommt, nimm behutsam etwas Gas weg, statt ruckartig komplett zu lupfen.

Blickführung & Rhythmus: Schau immer dahin, wo du als Nächstes hinwillst – nicht direkt vor die Haube. Suche dir Bremspunkte, Einlenk- und Apex-Markierungen. Je konstanter dein Rhythmus, desto leichter kannst du Setups vergleichen und verbessern.

Sinnvoll üben: Bleib für die ersten Sessions bei einem Auto und einer Strecke, bis du dort sicher und konstant fährst. Dann erst lohnt es sich, Feinheiten am Setup zu ändern oder auf andere Kombinationen zu wechseln.
Konkrete Setupdateien, Presets für verschiedene Sims und ggf. Controller-Profile findest du auf der Seite „Lackierungen & Downloads“ im Abschnitt „Setup-Downloads“. Dort verlinke ich auch Skins im NSU-TT-Design und weitere Dateien.

Wenn du auf meinen Servern unterwegs bist oder mitfahren möchtest, schau auf der Seite „Server & Ligen“ vorbei – dort erkläre ich Konzept, Regeln und wie du beitreten kannst.

Aktuelle Änderungen an Setups, neue Hardware oder kleine Erfahrungsberichte landen im Blog, meist in der Kategorie „SimRacing Updates“. So kannst du sehen, welche Anpassungen ich zuletzt getestet habe und warum.
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